Arzthaftung: Zurechnung der Fehler eines nachbehandelnden Arztes

OLG Hamm, Az.: 26 U 37/14, Urteil vom 15.11.2016 Unterbrechung des Zurechnungszusammenhangs bei Behandlungsfehlern Leitsätze: Wird auf Grund eines ärztlichen Behandlungsfehlers ein weiterer Eingriff erforderlich und fehlerhaft durchgeführt, hat der erstbehandelnde Arzt auch für diesen Behandlungsfehler grundsätzlich zu haften. Der [...]

Arzthaftungsprozess: Anforderungen an die Informations- und Substantiierungspflichten der Partei

BGH, Az: VI ZR 49/15, Beschluss vom 01.03.2016 Leitsatz: An die Informations- und Substantiierungspflichten der Partei im Arzthaftungsprozess dürfen nur maßvolle Anforderungen gestellt werden. Der Patient und sein Prozessbevollmächtigter sind insbesondere nicht verpflichtet, sich zur ordnungsgemäßen Prozessführung medizinisches Fachwissen anzueignen. [...]

Befunderhebungsfehler – Nichtabklärung einer Blutgerinnungsstörung grober Behandlungsfehler

Oberlandesgericht Hamm Az.: 26 U 115/11 Urteil vom 21.03.2014 Leitsätze: Es stellt einen sogen. Befunderhebungsfehler dar, wenn vor einer Operation (Hüftimplantation) eine Blutgerinnungsstörung nicht abgeklärt wird, obwohl die anamnestischen Angaben und die pathologischen Blutwerte hierzu Veranlassung geben. Wird eine Blutungsstörung [...]

Schulterverletzung darf mittels einer Arthroskopie abgeklärt werden

Nach einer Schulterverletzung kann eine Arthroskopie zur Klärung der Ursachen eines – nach MRT vermeintlich eindeutigen - Einrisses der Supraspinatussehne indiziert sein. Über die Möglichkeit einer konservativen Behandlung muss der Patient durch die behandelnden Ärzte nicht aufgeklärt werden, wenn sie [...]