Arzthaftung

Arzthaftung

Arzthaftung bezeichnet die zivilrechtliche Verantwortlichkeit des Mediziners bei schuldhaftem Handeln infolge der Ausübung seiner ärztlichen Tätigkeit. Bei einer Verletzung der ärztlichen Sorgfaltspflichten kann also aus dem Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patient eine Schadensersatzpflicht entstehen. Ein Arzt kommt seinen Sorgfaltspflichten nach, wenn er diejenigen Maßnahmen ergreift, die ein gewissenhafter und aufmerksamer Arzt in dieser Situation erwartet und vorausgesetzt hätte. Da das deutsche Recht keine speziellen Regelungen über die Arzthaftung enthält, sind die allgemeinen Haftungsvorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) heranzuziehen.

Infolge dessen wurde das Arzthaftungsrecht im Laufe der Zeit immer mehr durch die Rechtsprechung geprägt. Der Behandlungsvertrag zwischen Mediziner und Patient wird von der Rechtsprechung als Dienstvertrag definiert. Damit schuldet der Arzt nicht die Heilung des Patienten, sondern lediglich eine sorgfältige, fachgerechte Behandlung. Zu den ärztlichen Sorgfaltspflichten gehören unter anderem Behandlungsfehler, Aufklärungsmängel oder Dokumentationsfehler.

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