Aufklärungsfehler

Aufklärungsfehler

Eine fehlende oder unzureichende ärztliche Aufklärung bzw. ein Aufklärungsfehler ist immer wieder Streitpunkt bei medizinrechtlichen Verfahren. Die ärztliche Aufklärung muss vor einem Diagnoseeingriff oder Heileingriffen sowie dem Verschreiben oder Verabreichen von Medikamenten so zu erfolgen, dass der betroffene Patient im wesentlichen über die Art und Umfang seiner Krankheit informiert ist und des weiteren die Art und Umfang der bevorstehenden Maßnahmen und deren Auswirkungen und verbundenen Risiken kennt. Dies gilt insbesondere auch auf die Möglichkeit des Misserfolgs der bevorstehenden Behandlung und deren Konsequenzen auf die weitere private und berufliche Lebensführung.

Kommt es später zu einem Streit darüber, muss in der Regel ein Gutachten eines Sachverständigen darüber eingeholt werden welche Folgen und Risiken typischerweise bei einer derartigen Art der Behandlung auftreten könnten über die der Patient im konkreten Fall nicht informiert wurde.

Als Grundsatz bei der ärztlichen Aufklärung gilt jedoch, je umfassender, schwerer und einschneidender die Folgen der ärztlichen Maßnahmen sind oder sein können, desto ausführlicher und umfassender muss die Aufklärung erfolgen. Dieses beinhaltet je nach schwere auch der Hinweis auf verhältnismäßig selten auftreten Komplikationen.

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