Fehlermanagement in der Medizin

Fehlermanagement in der Medizin

Auch in der medizinischen Behandlung sind Fehler mit teilweise schwerwiegenden Folgen für den Patienten nicht auszuschließen. Zur Verbesserung der Patientensicherheit gibt es an vielen Kliniken ein Fehlermanagement. Neben vorbeugenden Maßnahmen wie zum Beispiel internen Leitlinien, der Definition bestimmter Qualitätsindikatoren oder der standardisierten Erfassung von labortechnischen und klinischen Parametern, ist die Meldung und Erfassung von ärztlichen oder pflegerischen Fehlern oder Beinahe-Fehlern von großer Wichtigkeit. Für die Meldung von Patienten oder Angehörigen werden von der Klinik Formulare zur Verfügung gestellt, die entweder durch den Patientenbeauftragten angenommen oder anonym abgegeben werden können. Die Meldung kritischer Ereignisse oder Beinahe-Fehler (Critical Incident Report System, CIRS) sind für die Konzeption von vorbeugenden Maßnahmen von großer Wichtigkeit. Die CIRS-Meldungen werden von einem fachlichen Gremium ausgewertet, das auch Lösungsvorschläge erarbeitet. Auch die Erfassung unerwarteter Ereignisse (Sentinel Events) mit Todesfolge oder schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit müssen erfasst und untersucht werden. Ohne Einsatz des CIRS- oder Sentinel Events-Verfahrens ist die Zertifizierung eines Krankenhauses nicht möglich.

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