Klärung eines Behandlungsfehlers

Klärung eines Behandlungsfehlers

Behandlungsfehler sind eines der zentralen Streitpunkte im Medizinrecht. Die Klärung ob ein Behandlungsfehler tatsächlich vorgelegen hat, ist mitunter aber gar nicht so eindeutig. Selbst ein Rechtsanwalt für Medizinrecht kann diese Frage nicht immer direkt beantworten, jedoch kann er durch seine Erfahrung helfen diese Frage zu beantworten.

Wichtigster Teil ist hierbei die Einsichtnahme in Patientenakte des Arztes. Unter Vorlage einer Vollmacht und einer Schweigepflichtentbindungserklärung kann eine Kopie der Akte angefordert werden. Ein Sachverständiger kann nun prüfen in wie weit ein Behandlungsfehler offensichtlich vorliegt. Ein solches Gutachten durch einen Sachverständigen kann außergerichtlich, also privat, durch einen vom Patienten beauftragten Arzt, durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen), der Gutachterstelle der Ärztekammer oder gerichtlich im Rahmen eines Gerichtsprozesses im Auftrag durch das Gericht eingeholt werden.

Wobei die außergerichtlichen Gutachten im Rahmen eines Gerichtsprozesses lediglich die Wirkung des Parteivortrags haben. Sie können somit ein gerichtliches Sachverständigengutachten nicht ersetzen. Ein außergerichtliches Gutachten kann aber bereits im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung helfen, die voraussichtlichen Erfolgsaussichten eines gerichtlichen Vorgehens besser einzuschätzen.

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