Selbstbestimmungsrecht von Patienten

Selbstbestimmungsrecht von Patienten

Das Recht auf Selbstbestimmung gehört zu den menschlichen Grundrechten und wird im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert. Bezogen auf medizinische Behandlungsmaßnahmen bedeutet das, dass die Behandlung eines Patienten gegen seinen Willen rechtswidrig ist und als Körperverletzung gewertet wird. Eine Behandlung ist nur zulässig, wenn der Patient über alle Vor- und Nachteile sowie mögliche Komplikationen in Kenntnis gesetzt wurde und sich damit einverstanden erklärt. Dazu führt der behandelnde Arzt ein Aufklärungsgespräch in dem die fachlichen Informationen in verständlicher Form dargestellt werden. Eine selbstbestimmte Entscheidung zu einer medizinisch indizierten Therapie oder Pflege kann der Patient mündlich oder schriftlich in Form einer Patientenverfügung äußern. Ist der Patient zum Beispiel durch Bewusstlosigkeit nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen, kann die Ermittlung des mutmaßlichen Willens des Patienten durch eine Befragung eines bevollmächtigten Vertreters oder Verwandten erfolgen. Aussagen zum Willen des Patienten, eine Patientenverfügung oder der Grund für einem Behandlungsentscheid sind in der Krankenakte des Patienten zu dokumentieren.

Bewerten Sie den Artikel