Vertragsarztrecht

Vertragsarztrecht

Beim Vertragsarztrecht (früher Kassenarztrecht genannt) wird vor allem das Verhältnis zwischen niedergelassenen Ärzten hinsichtlich der gesetzlichen Krankenversicherung geregelt.

Insofern ein ein praktizierender Arzt nicht ausschließlich Privatpatienten behandelt, sondern auch Kassenpatienten (also gesetzlich krankenversicherte Patienten), muss der als erstes beim zuständigen Zulassungsausschuss seiner Kassenärztlichen Vereinigung eine Zulassung als Vertragsarzt beantragen. Als Vertragsarzt ist er berechtigt auch Kassenpatienten für die gesetzlichen Krankenversicherungen zu behandeln.

Für Vertragsärzte beinhaltet das entsprechende Vertragsarztrecht über das für alle Ärzte geltende Berufsrecht hinausgehende besondere Regelungen zum Umgang mit Patienten, sowie Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen oder anderen Leistungserbringern im Gesundheitswesen und im besonderen zur Kooperation mit anderen tätigen Vertragsärzten.
Das Vertragsarztrecht ist darüber hinaus auch für andere Rechtsbereiche von wichtiger Relevanz. So sind zum einen vertragsarztrechtliche Vorgaben bei der Gestaltung von Gemeinschaftspraxis- sowie Praxisgemeinschaftsverträgen von Bedeutung und zum anderen können zulassungsrechtliche sowie abrechnungstechnische Kriterien relevante Vorfragen für den Vorwurf eines eventuellen Abrechnungsbetruges sein.

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