Oberarzt: Anspruch gegen Chefarzt auf Beteiligung an privatärztlichen Liquidationen

AG Lüdinghausen, Az.: 4 C 288/15, Urteil vom 21.04.2016 Die Klage wird abgewiesen. Die Kosten des Rechtsstreits hat der Kläger zu tragen. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Der Kläger darf die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung oder durch Hinterlegung in Höhe von [...]

Arzthaftung: Aids-Erkrankung und ärztliche Schweigepflicht

OLG Frankfurt, Az.: 8 U 67/99, Urteil vom 05.10.1999 Die Berufung der Klägerin gegen das am 24. Februar 1999 verkündete Urteil des Landgerichts Wiesbaden wird zurückgewiesen. Die Klägerin hat die Kosten der Berufung zu tragen. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. [...]

Arzthaftung: Schmerzensgelderhöhung bei Verzögerung der Zahlung durch den Haftpflichtversicherer

OLG Frankfurt, Az.: 12 U 7/98, Urteil vom 07.01.1999 Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil der 3. Zivilkammer des Landgerichts Darmstadt vom 06.11.1998 abgeändert. Der Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin ein Schmerzensgeld von insgesamt 20.000,00 DM zuzüglich [...]

Arzthaftung: Umkehr der Beweislast nach fehlerhaft unterlassener Befunderhebung

OLG Koblenz, Az.: 5 U 1508/07, Beschluss vom 10.01.2008 Die Beklagte wird darauf hingewiesen, dass beabsichtigt ist, ihre Berufung gemäß § 522 Abs. 2 ZPO durch einstimmigen Beschluss zurückzuweisen. Gründe 1. Die Kläger sind die Erben des am 18.09.2001 verstorbenen [...]

Arzthaftung: Übersehen einer Radiusköpfchen-Dislokation

OLG Koblenz, Az.: 5 U 370/15, Beschluss vom 21.07.2015 Gründe Foto: bennymarty/ Bigstock Der Senat beabsichtigt, die Berufung des Klägers gemäß § 522 Abs. 2 ZPO zurückzuweisen, weil er einstimmig davon überzeugt ist, dass sie offensichtlich ohne Erfolgsaussicht [...]

Geburtsschaden: Mehraufwand bei Unterbringung eines Kindes in einem Pflegeheim

OLG München, Az.: 24 U 103/06, Urteil vom 14.12.2006 I. Auf die Berufung des Klägers wird das Endurteil des Landgerichts Augsburg vom 31. Januar 2006 geändert: Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 1. 1.330,30 Euro (i. W.: eintausenddreihundertdreißig 30/100 [...]

Orientierungsgespräch mit Arzt stellt kein ordnungsgemäßes OP-Aufklärungsgespräch dar

OLG Dresden, Az: 4 U 507/16, Urteil vom 15.11.2016 I. Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil des Landgerichtes Dresden vom 04.03.2016 - 6 O 2920/13 - wie folgt abgeändert: 1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin 8.000,00 [...]

Arzthaftung: Kunstfehler bei Darmspiegelungen zur Krebsvorsorge

AG Bremen, Az.: 22 C 110/06, Urteil vom 18.10.2007 Die Klage wird abgewiesen. Der Kläger trägt die Kosten des Rechtsstreits. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Dem Kläger bleibt nachgelassen, die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des vollstreckbaren [...]

Arzthaftungsprozess: Beweislastumkehr bei lückenhafter Dokumentation

AG Bremen, Az.: 23 C 296/06, Urteil vom 23.04.2008 Die Klage wird abgewiesen. Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Klägerin. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar. Die Klägerin kann die Vollstreckung durch Leistung einer Sicherheit in Höhe von 110 % des [...]

Arzthaftung: Zurechnung der Fehler eines nachbehandelnden Arztes

OLG Hamm, Az.: 26 U 37/14, Urteil vom 15.11.2016 Unterbrechung des Zurechnungszusammenhangs bei Behandlungsfehlern Leitsätze: Wird auf Grund eines ärztlichen Behandlungsfehlers ein weiterer Eingriff erforderlich und fehlerhaft durchgeführt, hat der erstbehandelnde Arzt auch für diesen Behandlungsfehler grundsätzlich zu haften. Der [...]

Arzthaftungsprozess: Anforderungen an die Informations- und Substantiierungspflichten der Partei

BGH, Az: VI ZR 49/15, Beschluss vom 01.03.2016 Leitsatz: An die Informations- und Substantiierungspflichten der Partei im Arzthaftungsprozess dürfen nur maßvolle Anforderungen gestellt werden. Der Patient und sein Prozessbevollmächtigter sind insbesondere nicht verpflichtet, sich zur ordnungsgemäßen Prozessführung medizinisches Fachwissen anzueignen. [...]

Befunderhebungsfehler – Nichtabklärung einer Blutgerinnungsstörung grober Behandlungsfehler

Oberlandesgericht Hamm Az.: 26 U 115/11 Urteil vom 21.03.2014 Leitsätze: Es stellt einen sogen. Befunderhebungsfehler dar, wenn vor einer Operation (Hüftimplantation) eine Blutgerinnungsstörung nicht abgeklärt wird, obwohl die anamnestischen Angaben und die pathologischen Blutwerte hierzu Veranlassung geben. Wird eine Blutungsstörung [...]

Schulterverletzung darf mittels einer Arthroskopie abgeklärt werden

Nach einer Schulterverletzung kann eine Arthroskopie zur Klärung der Ursachen eines – nach MRT vermeintlich eindeutigen - Einrisses der Supraspinatussehne indiziert sein. Über die Möglichkeit einer konservativen Behandlung muss der Patient durch die behandelnden Ärzte nicht aufgeklärt werden, wenn sie [...]