Haushaltsführungsschaden

Haushaltsführungsschaden

Haushaltsführungsschaden bedeutet, dass eine beispielsweise durch einen ärztlichen Behandlungsfehler geschädigte Person ihren Haushalt nicht mehr oder nur noch eingeschränkt führen kann. Für diesen Schaden steht dem Geschädigten ein Ausgleich in Geld zu. Dazu wird die Hausarbeit in Geld umgerechnet. Es entsteht ein Anspruch auf Ersatz der Kosten, die nötig sind, um sich Haushaltshilfen zu engagieren und den Haushalt von Dritten führen zu lassen.

Diese Hilfen müssen allerdings nicht tatsächlich installiert werden, sie dienen lediglich als Berechnungsgrundlage für die Höhe des Haushaltsführungsschadens. In einem solchen Verfahren muss zunächst festgestellt werden, welche Art von Haushalt besteht. Danach wird ermittelt, wer aus der Familie die Hausarbeiten erledigte. Schließlich ist festzustellen, welche seiner Arbeiten der Geschädigte nicht mehr wie zuvor erledigen kann. Aufgrund dieses komplizierten Prozedere sollte man anwaltliches Fachwissen in Anspruch nehmen. Grundsätzlich müssen Anwaltskosten ebenfalls vom Schädiger ersetzt werden.

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